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DIY BLog - Smillas Wohngefühl

selber machen / Rezepte / nachhaltiges Leben

Allgemein, DIYhochdrei · 2. Februar 2020

DIYhochdrei: zu Besuch bei Modedesignerin Julia Starp in Hamburg

Garnrollen in Schublade

[Werbung] Vor einigen Wochen waren Evi, Amy und ich  wieder einmal für unser DIYhochdrei Projekt unterwegs. Diesmal haben wir die Modedesignerin Julia Starp in Hamburg besucht, die nicht nur tolle Kleidungsstücke entwirft, sondern bei der Ihr unter Anleitung auch selbst kreativ werden könnt.

***

DIYhochdrei, was ist das eigentlich?

Mit DIYhochdrei haben Evi, Amy und ich eine Plattform gegründet, auf der wir kreative Menschen vorstellen möchten, die Ihre besonderen Talente zum Beruf gemacht haben. Wir besuchen Werkstätten, in denen ganz unterschiedliche Dinge entstehen, stellen Euch diese Firmen und die Menschen dahinter vor und probieren uns einen Tag lang selbst aus und produzieren mit. Die Berichte zeigen wir Euch dann auf Instagram und natürlich ganz ausführlich hier auf unseren Blogs.

Ein Projekt, drei Bloggerinnen, drei unterschiedliche Sichtweisen. Hört sich das spannend für Euch an? Dann freuen wir uns, wenn Ihr uns bei unserem Projekt folgt.

Meine Berichte zu unseren bisherigen Besuchen findet Ihr HIER und HIER.

***

Nun aber zu unserem wundervoll-kreativen Tag bei Julia Starp.

 

Julia Starp Modedesign

Julia Starp – Ehrliche Mode aus Hamburg

In Julias kleinem, aber feinem  Atelier in Hamburg Barmbeck  durften wir uns einen Tag lang ausprobieren und unter fachkundiger Anleitung sind drei ganz individuelle Kleidungsstücke entstanden.

Die sympathische Julia versteht Ihr Handwerk. Als studierte Modedesignerin hat sie nicht nur den richtigen Blick, sondern auch das Gespür für neue Kreationen. Ihre Entwürfe präsentiert sie regelmäßig auf der Fashion Week in Berlin. Noch mehr Infos zu Julia findet Ihr übrigens weiter unten, da hat sie ein paar Fragen für uns beantwortet.

Ihr wolltest immer schon mal eine maßgeschneiderte Jeans haben oder träumt von einem ganz bestimmten Brautkleid, das genau auf  Euch zugeschnitten sein soll? Dann seid Ihr bei Julia an der richtigen Adresse! Sei berät Euch in allen Fragen rund um das neue Kleidungsstück, stimmt mit Euch gemeinsam ab, wie es aussehen soll und fertigt es dann nach Euren Körpermaßen an.

Nähmaschine auf Tisch

Ihr möchtet aber viel lieber selbst nähen und wisst nicht so recht, wie Ihr anfangen sollt? Auch dann ist Julia die richtige Adresse! Denn sie bietet in ihrem Atelier regelmäßig Kreativ-Näh-Workshops an, in denen sie Euch mit Rat und Tat zur Seite steht. Ihr könntt z.B. Euren Wunsch-Schnitt mitbringen (oder aus ihrem Fundus wählen) und ihn für Eure Figur und Maße abändern lassen, damit alles perfekt sitzt.

Und genau das haben wir auch gemacht: Jede von uns hatte eine Idee für ein Kleidungsstück im Kopf und Julia hat die Schnitte individuell angefertigt und sie nach unseren Körpermaßen angepasst. So sind drei ganz unterschiedliche Teile entstanden.

Ich hatte mich in ein Tunika-Kleid verliebt, welches ich in einem Online Shop gesehen hatte. Für Julia kein Problem! Mitgebracht habe ich nur den Stoff, ein weiches Leinengewebe in einem dunklen Grau.

Julia Starp Modedesign

Die Schnittmuster werden von Julia am PC geplant und gezeichnet und später auf festem Papier mithilfe eines Plotters ausgeschnitten. Das Papier ist wirklich sehr stabil und kann beliebig oft genutzt werden. Besonders praktisch: jedes Schnittteil bekommt ein ausgestanztes Loch durch das hinterher eine Kordel gezogen werden kann. So behält man immer alle Teile eines Schnittmusters beisammen und kann sie später ganz einfach an einem Kleiderbügel hängend aufbewahren.

 

Weder Amy, noch Evi oder ich haben große Näherfahrung mitgebracht. Klar habe ich schon etliche Kissenbezüge, Decken oder ähnliches genäht, an Kleidungsstücke habe ich mich bisher aber nur selten herangewagt.

Schnittmuster auf Papier

 

Ich war also anfangs etwas skeptisch, ob ich es wirklich schaffen würde, innerhalb weniger Stunden ein fertiges Tunikakleid zu nähen. Aber es hat gekappt und ich bin schon ein wenig stolz drauf!

Nach einer kleinen Einweisung an den Nähmaschinen, der Dampfstation und den Overlockgeräten ging es los: Am großen Arbeitstisch wurde zuerst der Stoff ausgelegt und die einzelnen Schnittmusterteile darauf platziert. Jedes Teil wurde mit Schneiderkreide sauber umzeichnet und anschließend ausgeschnitten. Julia hat gezeigt, welche wichtigen Dinge zu beachten sind: Fadenlauf des Stoffs, materialsparende Platzierung der Teile und vor allem die Übertragung von wichtigen Schnittmarken.

Dann kam mein erstes Mal an der Overlockmaschine, die die Schnittkanten versäubert und gleichzeitig schneidet. Wenn man einen Kissenbezug näht, ist das sicher nicht soooo wichtig, aber bei Kleidung ist das einfach schöner und es macht sie haltbarer.

DIYhochdrei bei Julia Starp

Julia stand bei jedem einzelnen Schritt hilfreich zur Seite. Mit einer Engelsgeduld hat sie mir bei immer wieder auftretenden Verständnisproblemen geholfen: wie rum muss das Teil da jetzt ran, damit es hinterher (nachdem man den Stoff wieder auf rechts gewendet hat) wirklich auch richtig ist? Damit habe ich ehrlich gesagt immer große Probleme. Julia hat das alles für uns so leicht gemacht und immer wieder erklärt und geholfen, das war wirklich toll.

Zwischen den einzelnen Nähschritten wurde immer wieder gebügelt, gerade bei den Falten am Ausschnitt meines Kleides war das besonders wichtig.

Möhren Quiche à la Mrs.Greenhouse

Natürlich haben wir auch mal eine Pause gemacht, Julia tausend Sachen gefragt und zu Mittag herrlich geschlemmt: Evi hatte diese fantastische Quiche dabei, die unglaublich köstlich war! Aber ehrlich gesagt, haben wir uns mit Pausen nicht lange aufgehalten…..jede wollte so schnell wie möglich wieder an die Nähmaschine, wir waren so gespannt auf unsere fertigen Teile!

Herausgekommen ist bei mir ein echtes Lieblingsteil, das ich schon wirklich viel getragen habe:
Ein Tunikakleid mit einem in Falten gelegten Ausschnitt, 3/4 langen Ärmeln, die sich auch gut krempeln lassen und einer Kellerfalte im Rücken, die das Ganze noch ein Stück raffinierter aussehen lässt. Diesen Schnitt werde ich sicherlich noch öfter nähen.

 

Detail Tunika

Für einen kleinen Farbklecks habe ich später noch ein Blättermotiv auf die Tunika gestickt. Das war gar nicht schwierig: Motiv auf ein Stück Solufix Stickvlies aufzeichnen und auf den Stoff kleben. Dann wird das Blatt gestickt, das Vlies lässt sich einfach mit kaltem Wasser auswaschen. Hat wunderbar funktioniert!

Ich liebe mein Tunika-Kleid! mit warmer Strumpfhose und zu dicken Stiefeln sieht es genauso gut aus, wie zu einer schmalen Leggings. Und im Frühling und Sommer werde ich es einfach solo tragen. Leinen ist einfach der perfekte Stoff für jede Jahreszeit……und das Kleid hat für jedes Wetter den perfekten Look. Ihr merkt schon, ich bin restlos begeistert!

Tunika kleid nähen

Tunikakleid detail

 

Übrigens könnt Ihr in Julias Workshops nicht nur Kleidung nähen, auch Taschen, Stofftiere oder andere Accessoires sind möglich.

Und das Tollste: mit dem Code DIYHOCHDREI bekommt Ihr jetzt 10% Rabatt auf alle Kreativ-Näh-Workshops von Julia. Den Code gebt Ihr einfach bei der Bestellung ins Kontaktformular ein und zack! wird Euch der Rabatt abgezogen. Der Code gilt für das Ganze Jahr 2020, ein wunderbarer Grund, gleich mehrmals mit Julia zu nähen!

Vielen Dank an Dich – liebe Julia – ich habe mich  wirklich rundum gut betreut und beraten gefühlt und bin am Ende des Tages zwar völlig fertig, aber auch richtig glücklich und zufrieden mit meinem neuen Kleid nach Hause gefahren!

Aber ich war ja nicht alleine unterwegs: Evi hat eine Bluse aus einer (bestickten) Tischdecke genäht, die so so toll geworden ist und bei Amy ist es eine Tunika aus einem dunklen, jeansartigen Stoff geworden, die unglaublich chic und sogar fast ein bisschen business-mässig aussieht. Also schaut bei den Beiden unbedingt vorbei!

 

***

Für alle, die noch ein bisschen mehr über Julia erfahren möchten, hat sie uns ein paar Fragen beantwortet:

Wer bist du und was machst du?
Ich bin Julia Starp, Modedesignerin aus Hamburg.

Seit wann machst du was du tust?
Seit 15 Jahren arbeite ich freiberuflich als Modedesignerin, seit 11 Jahren habe ich mein eigenes Label.

Wie bist du dazu gekommen?
Ich habe mich schon seit meiner Kindheit viel mit Handarbeiten wie Häkeln, Stricken und Nähen beschäftigt. Mein erstes Faschingskostüm mit 8 Jahren habe ich selber genäht. Da startete die Faszination Stoff 🙂

Was hast du beruflich gelernt?
Ich habe 4 Jahre lang Modedesign auf der Akademie JAK in Hamburg studiert

Wer oder was inspiriert dich?
Stoffe inspirieren mich. Unterschiedliche Materialien, Farben und Muster. Die unendlich vielen Möglichkeiten, was aus einem einfachen Stück Stoff entstehen kann, wie ich es verändern kann.

Welche Materialien nutz du und warum gerade diese?
Ich achte darauf möglichst nachhaltig produzierte Stoffe zu nutzen, d.h. natürliche Materialen wie Seide, Wolle und Baumwolle, welche nach Möglichkeit zertifiziert sind, z.B. mit dem GOTS (Global Organic Textile Standard)

Was sind deine Lieblingsmotive?
Ich mag große Rapporte, mit besonderer Detailverliebtheit. Ein spezielles Lieblingsmotiv habe ich nicht.

Was liebst du an deinem Job?
Meine Freiheit, mich selber einteilen zu können und eben genau das zu tun was ich gerne mache. Kreativ sein, Kleidungsstücke entwerfen und zu perfektionieren. Es ist nie langweilig da es immer wieder neue Herausforderungen gibt.

Was macht deinen Arbeitstag perfekt?
Wenn eine Idee, die ich zunächst nur im Kopf habe anfängt Gestalt anzunehmen. Glückliche Kunden, die sich mit meiner Hilfe einen Wunsch erfüllen. Wenn die Nachbarskatze mich auf Ihrem Rundgang besucht und „ihr“ Revier überprüft 😉

***

Habt Ihr auch Euer kreatives Talent zum Beruf gemacht? Oder kennt Ihr eine Werkstatt, die es unbedingt verdient, von uns vorgestellt zu werden? Dann schreibt uns gern eine Nachricht an DIYhochdrei[at]online.de

Ich freue mich schon jetzt auf unseren nächsten Kreativtag, der uns ein ganz anderes Handwerk entdecken lassen wird, auf das ich mich schon berufsbedingt seeeehr freue…

Bis bald

Eure Smilla

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Posted In: Allgemein, DIYhochdrei

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Leser-Interaktionen

Kommentare

  1. Evi - Mrs Greenhouse meint

    2. Februar 2020 um 10:59

    Liebe Smilla,
    deine Tunika ist wunderschön geworden und steht dir so gut!! Ganz zauberhaft schön finde ich die Stickerei!!
    Ach, was war das für ein wundervoller Tag! Wahnsinn, dass wir am Ende so schnell unsere Teilchen fertig hatten!!
    Ich wünsche dir noch einen schönen Sonntag!
    (Tolles Bild mit dem Regenschirm im Wald !!)
    Liebe Grüße
    Evi

  2. Caro meint

    6. Februar 2020 um 23:29

    Liebe Smilla,
    ich bin ganz begeistert: ein fertiges Kleid an nur einem Nähtag??? Sowas von toll!
    Liebe Grüße
    Caro

  3. Berit meint

    6. Februar 2020 um 23:33

    Oh, da möchte ich auch gern mal einen Kurs machen! Bei den meisten Schnittmustern sitzt es an mindestens eIner Stelle nicht, ein auf meine persönliche Maße hergestellter Schnitt wäre echt toll. Deine Tunika ist so schön geworden!
    Gruß von Berit

  4. Fischstraße 11 meint

    11. Februar 2020 um 13:14

    Perfekt, liebe Conny!
    Die Tunika ist wunderschön geworden!
    Und Leinen ist auch mein Favorit 🙂
    Liebe Grüße
    Marion

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