6 DIY/ Nachhaltigkeit

GREEN & PURE : nachhaltiges Hand-Spülmittel

[unbezahlte Werbung/Verlinkung von Freunden] Im letzten Jahr habe ich angefangen, einige Reinigungsmittel selbst herzustellen. Ich wollte wissen, was drin ist in den Sachen, die ich so benutze, wollte Plastik einsparen und auch die Umwelt nicht mehr durch unnötige (und vor allem unzählige) Zusatzstoffe belasten. Quasi ganz von allein haben sich diese Beiträge zu Selbstläufern entwickelt, Ihr mögt sie und wollt mehr! Das find ich toll! Und deshalb gibt es heute die nächste Anleitung aus der “ GREEN &“-Reihe: ich zeig Euch, wie Ihr Spülmittel selber machen könnt. Für alles, was per Hand abgewaschen wird. Und natürlich kommen wir wieder mit nur wenigen Zutaten aus.

Bei uns erledigt hauptsächliche die Spülmaschine den Abwasch. Sie verbraucht dabei tatsächlich nur wenig Wasser und wenig Strom, erleichtert mir die Arbeit aber ungemein. Dafür nutze ich mein GREEN & CLEAN Geschirrspülpulver und den GREEN & SHINY Klarspüler, um das Ganze  durch weniger Wasserbelastung und weniger Plastikabfall umweltfreundlicher zu machen und zudem sogar noch Geld einzusparen. Das funktioniert ganz hervorragend! Aber natürlich bleiben auch bei uns immer wieder Teile stehen, die nicht in den Geschirrspüler wandern. Entweder, weil sie zu zerbrechlich (Weingläser etc.) oder zu groß sind. Der große Nudeltopf würde quasi fast die komplette untere Etage der Spülmaschine ausfüllen und das wäre nun wirklich nicht besonders ökologisch.

Für das, was von Hand abgewaschen wird, fehlte mir immer noch das passende (vorzugsweise selbstgemachte) Spülmittel. Aber jetzt kann ich es Euch vorstellen und weiter unten gibt es auch noch ein paar Anwendungstipps.

GREEN & PURE: Spülmittel selber machen

für ca. 400 ml Spülmittel braucht Ihr:

  • 45 g Kernseife* (dazu weiter unten mehr), die Menge kann je nach genutzter Seife stark variieren
  • 1 gehäufter Eßl. Natron
  • 1 gehäufter Tl. Soda
  • 400 ml Wasser
  • optional: 10-15 Tropfen eines reinen ätherischen Öls*
  • Seifenspender aus Glas* oder eine ausgediente Spülmittelflasche

*Affiliate/Werbelink: erfolgt über diesen Link ein Kauf, erhalte ich vom Anbieter eine Provision. Am Preis ändert sich für Dich nichts.

Die Zutaten erhaltet Ihr in fast jedem Drogeriemarkt. Bei der Seife ist es allerdings wichtig, dass sie auf keinen Fall überfettet sein darf! Denn sie soll ja fettlösend sein. Achtet darauf, dass es sich wirklich um eine rein pflanzliche Kernseife ohne Zusatz von irgendwelchen Duftstoffen, pflegenden Zusätzen oder ähnlichem handelt. Und vegan sollte sie sein, denn Ihr wollt sicher keinen Schweine- oder Rindertalg in Eurer Seife, oder?
Auch auf Seifen, die Palmfett (nicht zu verwechseln mit Kokosöl!) enthalten, solltet Ihr der Umwelt zuliebe verzichten. Das ist manchmal gar nicht so einfach, da gerade das Palmfett sich oft hinter verschieden Begriffen verbirgt: Sodium Palmate, Sodium Palm Kernelate, Palmstearin oder etwa Elaeis Guineensis (der botanische Name der Ölpalme) um nur einige zu nennen.

Viele Firmen kennzeichnen jetzt aber ihre Produkte mit „vegan“ und „palmölfrei“, das ist eine große Hilfe. Im Zweifelsfall einfach mal den Hersteller anschreiben und nachfragen.

Um eines gleich vorweg zu nehmen: mit diesem Spülmittel werdet Ihr (anders als beim Geschirrspülpulver oder dem Klarspüler) nicht unbedingt Geld einsparen. Denn die „gute“ Kernseife – also die, ohne tierische Bestandteile oder Palmfett – ist nicht gerade ein Schnäppchen. Euer Endprodukt wird also möglicherweise teurer sein, als das bisher gekaufte. Aber Ihr tut etwas für unsere Umwelt, das ist doch was oder?

 

Kernseife vegan und palmölfrei

und so wird´s gemacht:

Als erstes setzt Ihr einen Topf mit 400 ml Wasser auf den Herd und bringt es zum Kochen.
Während das Wasser heiß wird, könnt Ihr die Seife vorbereiten: mit der groben Seite einer Reibe raspelt Ihr die benötigte Menge in kleine Flocken.
Ihr könnt auch die ganze Seife auf einmal reiben und den Vorrat in einem fest verschließbaren Glas aufbewahren, dann geht es bei der nächsten Spülmittel Produktion noch schneller.

Den Topf mit dem kochenden Wasser vom Herd nehmen und nach und nach die Seifenflocken mit einem Schneebesen einrühren. Weiterrühren, bis sie sich restlos aufgelöst haben. Die Flüssigkeit muss nun abkühlen. Dabei immer mal wieder umrühren. Allerdings nicht wirklich kräftig, denn dann entsteht zu viel Schaum, der sich später unschön vom Rest absetzen wird.

Sollte Eure Flüssigkeit während des Abkühlens schon sehr gummiartig fest werden, gießt Ihr etwas kochendes Wasser nach, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist.
Nicht gleich ärgern, wenn Euer Spülmittel erstmal sehr flüssig bleibt. Lasst es ein paar Stunden stehen, immer mal wieder umrühren. Wenn auch nach 10 Stunden immer noch nichts cremig geworden ist, geht Ihr einen Schritt zurück: nochmal erhitzen, vom Herd nehmen und mehr von den Seifenflocken einrühren.

Erst wenn Ihr mit der Konsistenz zufrieden seid und alles abgekühlt ist, wird Natron und Soda dazu gerührt. Jetzt kommt auch das Duftöl zum Einsatz, wenn Ihr mögt. Durch die Zugabe des Natrons kann das Spülmittel plötzlich eine gummiartige Konsistenz bekommen, doch sobald das Soda untergerührt wird, kehrt die cremige Basis zurück.

Nun nur noch alles in eine Flasche oder einen Seifenspender umfüllen, fertig ist Euer selbstgemachtes Spülmittel!

nachhaltiges Spülmittel selber machen

Ein paar Tipps zum Spülen von Hand mit diesem Spülmittel:

  • ich bin ehrlich: die natürlichen Tenside kommen an die synthetisch produzierten nicht ran. Dieses Spülmittel hat also nicht dieselbe starke Fettlösekraft, wie ein gekauftes. Aber es macht trotzdem sauber und ist so viel besser für die Umwelt.
  • es funktioniert am besten, wenn Ihr es nicht ins Spülwasser gebt, sondern direkt auf den Lappen oder die Spülbürste und damit dann die Teller bearbeitet.
  • spült unbedingt einmal kurz mit klarem Wasser nach, damit Ihr keine Schlieren auf dem Geschirr habt.
  • das selbstgemachte Spülmittel kann sich nach einiger Zeit im Spender etwas absetzen, einfach vor dem Gebrauch einmal aufschütteln!
  • Ich habe mit der oben verlinkten Seife von Patounis die besten Erfahrungen gemacht.
    Natürlich könnt Ihr auch eine andere Kernseife nutzen (siehe Tipps oben), evtl. müsst Ihr dann etwas weniger oder etwas mehr Seifenflocken ins Wasser geben, jede Seife ist ein wenig anders. Probiert es einfach aus!

Mein Fazit nach einigen Fehlversuchen in der Spülmittelherstellung: Spülmittel selber machen klappt gut, die Anwendung ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und bei der Fettlösekraft muss man ein paar Abstriche machen. Aber für uns funktioniert´s!

Spülmittel selber machen GEschirrspülpulver selber machen Klarspüler selber machen

 

Damit ist meine Reinigungs-Reihe für die Küche wohl komplett:
das Geschirrspülpulver für die Spülmaschine findet Ihr hier: GREEN & CLEAN
und den dazu passenden Klarspüler gleich hier: GREEN & SHINY
Beides wird hier seit 1 Jahr (GREEN & CLEAN) bzw. seit 6 Monaten (GREEN & SHINY) und bin immer noch total zufrieden damit.

Übrigens: der MONK in mir hätte lieber ein Papier-Label am Spülmittel, so wie bei den beiden anderen Produkten. Aber ich musste einsehen, dass das nicht gerade optimal wäre, weil man die Spülmittelflasche ja doch häufig mit nassen Händen greift….deshalb also „nur“ eine Aufschrift.

Noch mehr nachhaltige Tipps findet Ihr bei mir HIER und auf meinem Pinterest Board.

Eine Anleitung zur Herstellung von umweltfreundlichen Spüllappen, wie sie auf meinen Bildern zu sehen sind, gibt es übrigens bei meiner lieben Freundin Evi aka Mrs.Greenhouse und zwar HIER.

 

Pinterest Pin

 

Ihr seht: Spülmittel selber machen geht recht einfach. Es kann nur beim ersten Mal etwas dauern, bis Ihr das für Eure genutzte Kernseife perfekte Mischungsverhältnis herausgefunden habt. Wenn Euch das zu umständlich ist oder Ihr auf die volle Fettlösekraft von gekauftem Spüli einfach nicht verzichten wollt, dann steigt doch am besten auf ein Bio-Spülmittel um. Die gibt es mittlerweile auch in den meisten Unverpackt-Läden und Ihr könnt sie in eine mitgebrachte Flasche abfüllen. Wie ich immer sage: auch kleine Schritte bewirken etwas!

Werdet Ihr in Zukunft Euer Spülmittel selber machen? oder ist Euch das zu aufwändig?

Ich glaub, als nächstes werde ich mich mal den Badreinigern widmen….was meint Ihr ?

bis bald

Eure Smilla

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6 Kommentare

  • Antworten
    Evi - Mrs Greenhouse
    28. Januar 2020 at 12:54

    Super Idee liebe Smilla!!
    Ich finde, man kann garnicht genug von der ganze Chemie einsparen, außer wenn’s mal wirklich richtig fettig ist.
    Aber für den kleinen Abwasch ist das richtig toll!
    Vielen Dank für die schöne Idee!!
    Evi

  • Antworten
    Insel der Stille
    1. Februar 2020 at 9:31

    Ich mag deine tollen Ideen zum Thema Nachhaltigkeit ausgesprochen gerne. Zumal man daran ja sieht, wie schnell man ohne großen Aufwand auf Plastik und Verpackungen verzichten kann.
    Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende,
    Sabine

  • Antworten
    Anne
    3. Februar 2020 at 23:17

    Liebe Smilla,vielen Dank für ihre tollen Beiträge, ich bin ganz fasziniert! Das Green&Clean funktioniert großartig, aber die Konsistenz des Spülmittels ist bei mir sehr fest u Gummi artig in dem glasspender geworden, was habe ich falsch gemacht? Oder zuviel kernseife benutzt? Kann ich es im Nachhinein noch flüssiger bekommen?! Ganz liebe Grüsse,Anne

    • Antworten
      Smillas Wohngefühl
      4. Februar 2020 at 7:34

      Hallo Anne, vielen Dank für das liebe Kompliment! Ich denke, Du hast zu viel Kernseife genutzt. Ist beim ersten Mal immer schwer abzuschätzen, weil jede Seife unterschiedlich stark geliert und das Spülmittel erst nach dem Erkalten seine Konsistenz erreicht. Du kannst das Ganze aber retten, indem Du noch etwas heisses Wasser hinzufügst und das Ganze nochmal aufrührst. Liebe Grüße Smilla

  • Antworten
    Haller Isabel
    29. April 2020 at 22:17

    Liebe Smilla,danke für diese tolle Seite!
    Ich wollte nur anmerken, dass ätherisches Öl für Wasserorganismen schädlich ist.
    Soll keine Kritik sein,
    alles Liebe,
    Isabel Haller

    • Antworten
      Smillas Wohngefühl
      30. April 2020 at 20:03

      Danke für Deinen Hinweis! Hast Du einen Tipp für eine Alternative? Ein bisschen Duft find ich wichtig, aber würde den natürlich NOCH umweltfreundlicher gestalten…weisst Du da was?

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